Kritische Bibliothek

Bestandserhaltung

In regelmäßigen Abständen stellt sich für Bibliotheken und Sammlungen die Frage, was aufbewahrt werden soll und wie es dem Publikum zugänglich gemacht wird. Gerade in Zeiten, in denen die Mittel knapp werden, landet das kulturelle Gut allzuschnell im Abseits, da es niemanden gibt, der für den Erhalt zahlen möchte. Damit ist es aber für sowohl heute als auch für die zukünftigen Generationen unwiderbringlich verloren …

Bestände erhalten?

  • Das Bibliothekswesen im Restrukturierungsprozess – Schöne neue Bibliothekswelt oder Bibliothekssterben? [PDF] und Bibliotheken und Google, RFID und TVöD – ein kritischer Blick [PDF]: Thomas Ristow setzt sich in beiden Artikeln kritisch mit den Folgen der Deregulierung im Bibliothekswesen auseinander setzt, mit der Einführung neuer Managementsysteme, Steuerungsmodelle und Privatisierungen hinter dem Schutzschild von Effizienzsteigerung und Modernisierung.
  • In Frankreich engagiert sich eine Initiative aus Lesern, Bibliothekaren, Buchhändlern, Herausgebern, Übersetzern, Illustratoren, Redakteuren etc. für die Bestandserhaltung und für die gedruckten Werke. Kontakt: Livres de papier, c/o Offensive, 21ter rue Voltaire,75011 Paris. e-Mail: livresdepapier@gmx.fr
  • Denkschrift zur Erhaltung schriftlichen Kulturguts; übergeben an Horst Köhler:
    „Drucke aus der Zeit vor 1850 müssten darum generell erhalten werden, Unikate ebenfalls. Für später entstandene Drucke aber, die in mehreren Häusern vorhanden sind, reiche es, sofern sie nicht Teil einer besonderen Sammlung sind, ein Exemplar gründlich zu restaurieren.“In: „Rettet unsere Bücher“. FAZ, 30.4.2009.
  • „Das „Aspekte“-Team des ZDF wagte sich in einem Beitrag […] nach Gotha. Denn die dortige Forschungsbibliothek
    beherbergt nach Meinung des ZDF nicht nur die sogenannten „Königsblätter“, Bilder, die Forster vor 230 Jahren von einer gemeinsamen Weltreise mit James Cook mitgebracht
    hatte, sondern auch einen handfesten Skandal: Die Bilder sind mittlerweile faltig und brüchig.“ In: „Die Odysee der Königsblätter“. TAZ, 13.5.2009)
  • „In Deutschland werden historische Schriftstücke wie Bücher, Noten und Handschriften nach Ansicht eines Experten immer noch zu selten restauriert. Statt die Werke lediglich zu digitalisieren, um sie nutzen zu können, sollte mehr Geld für den Erhalt der Originale aufgewendet werden, forderte der Direktor der Weimarer
    Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Michael Koche“. In: TAZ, 9.9.2008
  • „Platzinfarkt:“ Wie gehen wir in den Hochschulbibliotheken mit der exponentiell anwachsenden Produktion von Büchern um? Ein Beitrag von Jürgen Babendreier über „Tote Literatur in Bibliotheken“ [PDF]
  • „Oslo: Emporung hat in Norwegen die Absicht der Universität Oslo ausgelöst, eine Sammlung von bis zu 150 Jahre alten ausländischen Zeitungen komplett zu verbrennen.“ In: Hannoversche Allg. Zeitung, 26.9.2008

Die Deutsche Presseforschung an der Universiätt Bremen reagierte im Dez. 2008 mit einem Schreiben an die Kollegen in Oslo. Darin erinnert sie zum einen an die – heute bedauerte – Vernichtung historischer Zeitungsbestände in US-amerikanischen Bibliotheken, die gelehrt habe, dass weder Verfilmung noch Digitalisierung das Original-Dokument ersetzen könne. Für die Altbestandsrestaurierung wurde im Spätsommer 2005 eine Kooperation mit einer in München ansässigen Werkstatt vereinbart. Hierbei war der Grundsatz entscheidend, die physischen Erhaltung des Originals sei gegenüber der Herstellung einer Sekundärform zu bervorzugen. Damit folgte man dem persönlichen, kritischen Rat einiger nordamerikanischer Kollegen, die – aufgrund negativer Erfahrungen in den letzten Jahren – hinsichtlich der langfristigen Haltbarkeit insbesondere digitaler Sekundärformen, aber auch der üblichen Mikroformen ausgesprochen skeptisch urteilten. In letzter Konsequenz wurde die über Jahre betriebene Mikroformenproduktion nahezu vollständig zurückgefahren, und Digitalisierung ist nur für spezielle Fälle, wie z. B. erheblich beschädigte Vorlesungsverzeichnisse, vorgesehen. Dazu ausführlich der Bericht von Sven Kuttner: Von Einbänden und Einwänden. Außenvergabe der Hausbuchbinderei und Einbandstelle an der UB München. In: Bibliotheksdienst 42, 2008, H. 1, S. 37-46, besonders S. 41.

  • „638 Jahre alt ist das älteste Buch der Nationalbibliothek in Wien. Berührt werden darf es nur mit feinen Handschuhen, aber lesen lässt es sich noch einwandfrei … Bis heute gibt es jedenfalls keine Disk und kein Band, für das ein Hersteller seine Hand ein paar Jahrzehnte ins Feuer legen würde. Sichern und kopieren, heißt also die Devise, und alle paar Jahre: transformieren … Dem Zeitalter der EDV drohen die Erinnerungen auszugehen“
    In: André Spiegel: Jetzt erst recht! Über die uneinholbaren Vorteile des Buches. Die Presse, Wien, 29.7.2006 (Beilage „Spectrum“, S I f.)
  • Texterhaltung und Quellenvernichtung:Nicholson Baker: „Der Eckenknick oder wie die Bibliotheken sich an den Büchern versündigen“. Rowohlt, 2005. 496 S. Siehe dazu auch Akribie-Veranstaltung 2002.Eine ausführliche Besprechung aus dem Deuschlandfunk von Jörg Magenau.
    Weitere Besprechungen: NZZ (18.2.2006 und 13.4.2006); BuB 2006, Heft 4; Süddeutsche Zeitung (16.2.2006); Der Standard (29.10.2006); ZfBB 2003, Heft 6; Buchhandelsgeschichte 2/2002; AKMB-News 2/2002.Nicholson-Baker-Fan-Homepagezu seinem Buch mit (englischen) Lesebeispielen und Besprechungen.“Oldpaper?“ Das American Newspaper Repositorywurde 1999 von dem Autor gegründet.Literaturliste[PDF]Gedanken zur Quellenvernichtung [PDF]

Die Bibliotheken als Kanarienvögel des Kapitalismus

Siv Wold-Karlsen hat „Barbarian at the Gates of the Public Library, über die Bedrohung der Bibliotheken“ von Ed D’Angelo gelesen und berichtet über die unterschiedlichen Auffassungen eines Sozialisten und eines Marxisten in der darauf folgenden Debatte.

„D’Angelo vergleicht die Bibliothek mit dem Kanarienvogel, den einst die Bergarbeiter mit sich unter Tage in den Bergbau nahmen. Da der Vogel sehr empfindlich war, starb er an eventuellen giftigen Grubengasen lange bevor die Bergleute etwas von ihnen merkten, er funktionierte daher wie ein Warnsystem. In gleicher Weise sei die Bibliothek als erste vom Klima des Infotainments betroffen, das entsteht, wenn der Konsumkapitalismus Wissen und demokratische Werte durch Information und Unterhaltung ersetze.“

Den gesamten Text: Die Bibliotheken als Kanarienvögel des Kapitalismus [PDF]

Eine ungewisse Zukunft

Bestände in Gefahr

Da die Mittel immer knapper werden, sind gerade bei Spezialbibliotheken und Sammlungen Betroffen. Werden diese geschlossen, gibt es kaum eine Lobby und der Protest hält sich in Grenzen …

Buch- und Medienfernleihe für Gefangene, Dortmund
Nach dem Umzug in neue Räumlichkeiten müssen die Mittel für Miete (neben denen für die Medien) komplett selber aufgebracht werden. Wie lange die Bibliothek auf diese Weise fortbestehen kann, ist ungewiss.
„Bibliothek der DDR-Literatur“ in der Kulturinsel Halle in Gefahr
Kompletter Brief an die Oberbürgermeisterin [PDF]
Eutiner Forschungsstelle zur historischen Reisekultur
Nachdem Wolfgang Griep zum 31.7.2006 die Service- und Beratunsstelle verlassen hat, ist die Zukunft dieser Spezialsammlung unklar.

Bibliothekssterben

„Sie verstehen, dass die Idee, Bibliotheken zu schließen, der Gipfelpunkt von Kulturvergessenheit ist. Es ist die Zerstörung von Zukunft,
es ist damit eine Selbstzerstörung. Es ist auch die Zerstörung einer wunderbaren, alternativen Denk- und Erfahrungsart, die auf einem kleinen,
aber ganz wichtigen Unterschied zum alltäglichen kapitalistischen Kaufen und Verkaufen beruht: Alles, was man in einer Bibliothek bekommt, ist nur geliehen. Man hat die Verpflichtung,
damit gut umzugehen, es zurückzugeben, damit andere es wieder lesen können.“ …“So ist jeder Besuch, ist jede Entleihe eine Einübung in die Verpflichtung der Kultur.“
(von Thomas Böhm, Literaturhaus Köln, 4.11.2004)

Michael Reisser – BIB/BUB teilt mit, dass es höchste Zeit ist,
die Schließungen im Bibliotheksbereich möglichst umfassend zu dokumentieren
und ruft dazu auf, alle alten und neuen Fälle von Einschränkungen und
Schließungen zu melden: das Portal www.bibliothekssterben.de
zur Erfassung gefährdeter oder bereits geschlossener
Bibliotheken und Informationseinrichtungen in Deutschland.

  • Wir sind das Altonaer Museum! Die Schließung wurde vorerst verhindert: Museum bleibt erhalten
  • „Angriff auf die Substanz“ von Petra Schellen. In: taz, 6.10.2010. S. 20 „Von einst 57 existieren derzeit noch 32 Standorte der Hamburger Bücherhallen“.
  • Danke für die Hilfe: Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln soll erhalten bleiben, aktuelle Informationen. (Kölner Stadtanzeiger, 2.11.2010)
  • „Eine Lanze für die Büchereien“ – über die Schließung und die Bürgerinitiative in Linden. In Hannoversche Allg. Zeitung, 6.4.2010
  • Kritische Bibliothekare besuchten Lindener Bibliotheken: eine Zusammenfassung [PDF]
  • „Achtung: Kritische Bibliothekare. AKRIBIE führt in Linden eine Arbeitstagung durch“. In Hannoversches Wochenblatt, 27.1.2010
  • „Die Berliner Bezirke halten bei der Schließung öffentlicher Bibliotheken bundesweit einen unrühmlichen Rekord – obwohl die Bildungseinrichtungen mit rund 19 Millionen
    Entleihungen pro Jahr boomen. Zwischen 1999 und 2008 hat sich die Zahl der öffentlichen Bibliotheken und Büchereien von knapp 200 auf 82 reduziert. Zugleich wurden die Mittel
    um sage und schreibe 10 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro sowie Angebote und Personal abgebaut. Die Bezirke finanzieren die Institutionen – wenn überhaupt, da „freiwillig“
    jeweils aus ihrem Globalsummenhaushalt.“ In: taz 2.11.2009
  • Die Stadtbibliothek in Bad Gandersheim schließt zum 31.12.2009.
  • In Bremen wurde zum 28.5.2009 eine Bibliothek in einem Schulzentrum geschlossen. Sie versorgte Kinder aus mehreren Grundschulen und Kindergärten. Eine Stadtteilbibliothek gibt es nicht. (Weserkurier, 7.5.2009, S. 9)
  • „Die Bücherhalle am Grindel muss gerettet werden“ (In Hamburger Abendblatt, 26.7.2003) – ohne Erfolg. Nun ist 2008 der ersatzlose Wegzug der Wegzug der Kinderbibliothek am Grindel geplant. Eine Elterninitiative wehrt sich: www.kibi-muss-bleiben.de
  • „Bürger kämpfen für ihre Bücherei. Lindener gründen Initiative“. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 2.5.2008. „Keine Rettung für die Kinderbücherei“. HAZ, 15.10.2008

Beispiele für die Gegenwehr von Bürgern:

  • Bürgerbegehren zum Erhalt der Stadtteilbibliothek Iserbrook, Hamburg – über 7.000 Unterschriften übergeben. In Schanefelder Bote Nr. 36/2009. (Standort wurd am 17.10.2009 trotzdem geschlossen. In: Hallo Elbe, 16.9.2009)
  • Bücher & mehr, der Förderverein
    für die Münchener Stadtbibliothek; oder die Saseler Besetzung der Bücherhalle.

Mal ein gute Nachricht:

– „Sie möge hundertfünfzig Jahre alt werden! Wie die Deutsche Bibliothek Helsinki unter Beschuss kam“ und gerettet wurde. In FAZ, Nov. 2007

– In Ansbach wird weiterhin auf eine Jahresgebühr verzichtet. Das „Lesen von Büchern aus der Stadtbücherein soll … ein kostenloses Vergnügen bleiben.“ (Inetbib eMail 10.11.2006)

Literatur

  1. „Nicht verhandelbar“ von Tilman Spreckelsen. In: FAZ 2.1.2011
  2. „Sparbüchereien: In Großbritannien ist ein Streit über Kürzungen entbrannt“ von A. Menden. In: Süddeutsche Zeitung, 17.6.2010
  3. „Abhandlung über eine Neuerwerbung der Bibliothek“ von Adalbert Kirchgäßner. In: Bibliothek aktuell, H. 91, 2010
  4. „Die Unmoral der Buchentsorgung“, Gespräch mit J. Babendreier. DRadio, 26.10.2010.
  5. „Ausblick: Eine Speicherbibliothek schafft Raum“ von Christoph Ballmer. In: UB Basel, Momentaufnahmen 2010. S. 40
  6. „Auf dem Müll. Vor 20 Jahren: Bücher als Opfer der Wende“ In NZZ 22.12.2009
  7. „Der Dampfer läuft auf Grund. Die DFG fördert keine Kunstbibliotheken mehr“ In FAZ 16.12.2009
  8. „Die große Allianz gegen das Buch“. In FAZ, 8.1.2009
  9. Eichstätter Kurier http://www.donaukurier.de/news/eichstaett/art575,1608318.html
  10. „Das nächste Kloster schließt bestimmt. – Vor einem Jahr machte die Büchervernichtung an der Universität Eichstätt Schlagzeilen. Jetzt liegt ein Abschlussbericht vor, der Entwarnung gibt. Aber ausgestanden ist der Fall längst nicht.“ In FAZ 21.2.2008
  11. „Eichstätt: Angebliche Vernichtung von Beständen der Zentralbibliothek der Kapuziner durch die Bibliothek der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt untersucht“ in Bibliotheksdienst 2008, Heft 2, S. 213
  12. „Wir verbrennen keine Bücher, das nicht, aber … Kaputte Schulen, Bibliotheken, Buchhandlungen: Die Autorin A. L. Kennedy über die kulturelle Selbstzerstörung Britanniens“. In: Tages-Anzeiger Zürich, 21.6.2008.
  13. Sparzwänge und massive Etatkürzungen bei der Staatsbibliothek Berlin. In TAZ 21.8.2008 und Berliner Zeitung 4.7.2008.
  14. „‚Heuschrecken‘ im öffentlichen Raum. Public Private Partnership. Anatomie eines globalen Finanzinstruments.“ Werner Rügemer. Transcript, Bielefeld 2008.
  15. „OSI-Bibliothek bedroht? Bei einem Umzug sollen Dubletten wegfallen“. In Tagesspielgel 12.12.2007
  16. „Aussonderung von Bibliotheksbeständen“. Beiträge von mehereren Bibliotheken. In Information und Ethik. Hrsg. von B. Lison. Wiesbaden: Dinges & Frick, 2007.
  17. „NL: Kreativer Plan zur Kulturgutverichtung“. Vernichtung von Beständen bei der Digitalisierung. In http://archiv.twoday.net/stories/4477648/
  18. „Die Handschriften der Badischen Landesbibliothek: Bedrohtes Kulturerbe?“ Hrsg. v. P. Ehrle und U. Obhof. Gernsbach: C. Katz 2007. 160 S.
  19. „Methoden der Bestandserhaltung in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin am Beispiel des Umgangs mit Pflichtexemplaren“ von A. Brockmann. Berlin: ZLB 2007. 120 S.
  20. „Wie teuer sind Geschenke – oder können wir uns Geschenk und Tausch noch leisten?“ von Jürgen Babendreier. In Bibliothek, Forschung und Praxis, 30, 2006, S. 83-89.
  21. „Das ‚große Löschfest‘ oder Bestandserhaltung als kulturelle Aufgabe. Vortrag zur Eröffnung des Kongresses ‚Schriftliches Kulturerbe erhalten – eine nationale Aufgabe im europäischen Rahmen'“ von W. Frühwald.
    In: ZfBB 53, 2006, H. 5, S. 277-283.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Kontakt

Anregungen, Vorschläge und Texte an:
redaktion@kribiblio.de

Inhaltliche Gestaltung:
Frauke Mahrt-Thomsen
frauke.mahrtthomsen@gmail.com
Torstraße 221
10115 Berlin
Tel.: 0 30 / 28 09 90 04

Suche
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Social-Media-Funktionen bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Wir teilen auch Informationen über Ihre Nutzung unserer Website mit unseren Social-Media-, Werbe- und Analysepartnern.
View more
Cookies settings
Accept
Privacy & Cookie policy
Privacy & Cookies policy
Cookie name Active

Wir stehen jederzeit gern für Anfragen zur Verfügung!

Anregungen, Vorschläge und Texte an: redaktion@kribiblio.de

Inhalte: Frauke Mahrt-Thomsen E-Mail: frauke.mahrtthomsen@gmail.com Torstraße 221 10115 Berlin Tel.: 0 30 / 28 09 90 04 Datenschutzerklärung Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf. (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Verantwortlicher Arten der verarbeiteten Daten: - Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen). - Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern). - Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos). - Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten). - Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen). Kategorien betroffener Personen Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“). Zweck der Verarbeitung - Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte. - Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern. - Sicherheitsmaßnahmen. - Reichweitenmessung/Marketing Verwendete Begrifflichkeiten „Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind. „Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführten Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten. Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet. Maßgebliche Rechtsgrundlagen Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage. Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.). Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO. Übermittlungen in Drittländer Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“). Rechte der betroffenen Personen Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO. Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen. Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen. Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern. Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen. Widerrufsrecht Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen Widerspruchsrecht Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen. Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Staus gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“). Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf. Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen. Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können. Löschung von Daten Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen. Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 HGB (Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Handelsbriefe, Buchungsbelege, etc.) sowie für 10 Jahre gemäß § 147 Abs. 1 AO (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handels- und Geschäftsbriefe, Für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.). Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird. Hosting Die von uns in Anspruch genommenen Hosting-Leistungen dienen der Zurverfügungstellung der folgenden Leistungen: Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste, Sicherheitsleistungen sowie technische Wartungsleistungen, die wir zum Zwecke des Betriebs dieses Onlineangebotes einsetzen. Hierbei verarbeiten wir, bzw. unser Hostinganbieter Bestandsdaten, Kontaktdaten, Inhaltsdaten, Vertragsdaten, Nutzungsdaten, Meta- und Kommunikationsdaten von Kunden, Interessenten und Besuchern dieses Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effizienten und sicheren Zurverfügungstellung dieses Onlineangebotes gem. Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO i.V.m. Art. 28 DSGVO (Abschluss Auftragsverarbeitungsvertrag). Erhebung von Zugriffsdaten und Logfiles Wir, bzw. unser Hostinganbieter, erhebt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO Daten über jeden Zugriff auf den Server, auf dem sich dieser Dienst befindet (sogenannte Serverlogfiles). Zu den Zugriffsdaten gehören Name der abgerufenen Webseite, Datei, Datum und Uhrzeit des Abrufs, übertragene Datenmenge, Meldung über erfolgreichen Abruf, Browsertyp nebst Version, das Betriebssystem des Nutzers, Referrer URL (die zuvor besuchte Seite), IP-Adresse und der anfragende Provider. Logfile-Informationen werden aus Sicherheitsgründen (z.B. zur Aufklärung von Missbrauchs- oder Betrugshandlungen) für die Dauer von maximal 7 Tagen gespeichert und danach gelöscht. Daten, deren weitere Aufbewahrung zu Beweiszwecken erforderlich ist, sind bis zur endgültigen Klärung des jeweiligen Vorfalls von der Löschung ausgenommen. Kommentare und Beiträge Wenn Nutzer Kommentare oder sonstige Beiträge hinterlassen, werden ihre IP-Adressen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO für 7 Tage gespeichert. Das erfolgt zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt (Beleidigungen, verbotene politische Propaganda, etc.). In diesem Fall können wir selbst für den Kommentar oder Beitrag belangt werden und sind daher an der Identität des Verfassers interessiert. Kommentarabonnements Die Nachfolgekommentare können durch Nutzer mit deren Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO abonniert werden. Die Nutzer erhalten eine Bestätigungsemail, um zu überprüfen, ob sie der Inhaber der eingegebenen Emailadresse sind. Nutzer können laufende Kommentarabonnements jederzeit abbestellen. Die Bestätigungsemail wird Hinweise zu den Widerrufsmöglichkeiten enthalten. Akismet Anti-Spam-Prüfung Unser Onlineangebot nutzt den Dienst „Akismet“, der von der Automattic, Inc. 132 Hawthorne Street San Francisco, CA 94107, USA, angeboten wird. Die Nutzung erfolgt auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO. Mit Hilfe dieses Dienstes werden Kommentare echter Menschen von Spam-Kommentaren unterschieden. Dazu werden alle Kommentarangaben an einen Server in den USA verschickt, wo sie analysiert und für Vergleichszwecke vier Tage lang gespeichert werden. Ist ein Kommentar als Spam eingestuft worden, werden die Daten über diese Zeit hinaus gespeichert. Zu diesen Angaben gehören der eingegebene Name, die Emailadresse, die IP-Adresse, der Kommentarinhalt, der Referrer, Angaben zum verwendeten Browser sowie dem Computersystem und die Zeit des Eintrags. Automattic ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000CbqcAAC&status=Active). Nähere Informationen zur Erhebung und Nutzung der Daten durch Akismet finden sich in den Datenschutzhinweisen von Automattic: https://automattic.com/privacy/. Nutzer können gerne Pseudonyme nutzen, oder auf die Eingabe des Namens oder der Emailadresse verzichten. Sie können die Übertragung der Daten komplett verhindern, indem Sie unser Kommentarsystem nicht nutzen. Das wäre schade, aber leider sehen wir sonst keine Alternativen, die ebenso effektiv arbeiten. Google Fonts Wir binden die Schriftarten ("Google Fonts") des Anbieters Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, ein. Datenschutzerklärung: https://www.google.com/policies/privacy/, Opt-Out: https://adssettings.google.com/authenticated. Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke
Save settings
Cookies settings