Kritische Bibliothek

Displaced Books – Buchbesitz als Raubgut

Während der Zeit des Nationalsozialismus haben sich Bibliotheken widerrechtlich Buchbesitz von emigrierten oder deportierten Juden oder anderen Verfolgten des NS-Staates angeeignet.
Eine Übersicht über Veranstaltungen und Literatur.

Wanderausstellung (entleihbar): Seligmanns Bücher. Von der späten Rückgabe des Eigentums jüdischer Flüchtlinge aus Hannover

Kontakt: Dr. Peter Schulze, e-Mail: Peter-Schulze-Hannover(a)t-online.de, c/o Stadtarchiv Hannover, Tel. 0511/1684-4287

Materialsammlung:

  1. Viertes Hannoversches Symposium “NS-Raubgut in Museen, Bibliotheken und Archiven”. Eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Bergen-Belsen, der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek und des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover vom 9. bis 11. Mai 2011. Im Anschluss wurde ein offener Brief an den Kulturstaatsminister Neumann und an die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur verfasst und zur Unterschrift (Brief und Unterschriftenliste [PDF extern auf den Seiten der GWLB]) ausgelegt.
  2. “Geraubte, zerstörte, gerettete Bücher, Bibliotheken, Sammlungen und ungedruckte Materialien nach 1933″ Tagung der Gesellschaft für Exilforschung und des Deutschen Literaturarchiv Marbach. 18.-20.3.2011 in Marbach
  3. “Gestempelte Bücher” von David Zimmer. In: Bibliothek, Forschung und Praxis 2009 (1). S 88-92.
  4. “Provenienzforschung an österreichischen Bibliotheken” von Bruno Bauer. In: Bibliotheksdienst 2009 (H. 11), S. 1123-1130
  5. “NS-Raubgutforschung und Provenienzerschließung” von A. Lütjen. In: Bibliotheksdienst 2009 (H. 11), S. 1123-1130
  6. “Göttingen: Recherche nach NS-Raub- und Beutebüchern im Bestand der Universitätsbibliothek”. In: Bibliotheksdienst 2009 (H. 11), S. 1193-1194
  7. “Wissenschaftliche Bibliothekare im Nationalsozialismus”, Symposium des Wolfenbüttler Arbeitskreises in Weimar vom 7.-9.12.2009
  8. Hoffrath, Christiane: “Bücherspuren. Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im “Dritten Reich”. Köln: Böhlau, 2009. (Schriften der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ; 19) 224 S.: Ill.
  9. “Eigentümer gesucht!” Eine Ausstellung der SUB Bremen vom 11.6-31.7.2009
  10. “Legal, illegal, Bib-Regal”. Bericht zur Ausstellung “Eigentümer gesucht!” von Henning Bleyl, taz-nord 14.7.2009. S.23
  11. Forschungsprojekt zu NS-Raub- und Beutebüchern an der SUB Göttingen. Beginn 1.7.2009. Förderung über 30.000 EUR.
  12. Rezension [PDF] zu Detlef Bockenkamm: Geraubt. Die Bücher der Berliner Juden. Von Gisela Hartwieg. April 2009
  13. “Geraubt. Die Bücher der Berliner Juden” in der ZLB Berlin. Ausstellung, 25.11.2008-28.2.2009. Begleitheft von D. Bockenkamm. Berlin: ZLB Berlin, 2008. 79 S.
  14. Berichte zur Ausstellung in der ZLB Berlin: Stuttgarter Zeitung, 13.12.2008 von M. Bienert und Süddeutsche Zeitung, 13.12.2008 von H. P. Kunisch.
  15. “Bücherspuren – Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im ‘Dritten Reich'”, Ausstellung 14.1.-1.3.2009. Begleitbuch von C. Hoffrath, UStB Köln, 2009.
  16. “Geraubte Bücher … von Marie May Reiss”, Ausstellung in der SUB Hamburg Carl von Ossietzky, 8.11.2008-1.2.2009
  17. Ausstellung “Seligmanns Bücher” in der UB Osnabrück, 30.10.-12.12.2008
  18. “Aufbau, Bedeutung und Zerschlagung der Arbeiterbibliotheken in Thüringen” von Werner Schroeder. Bonn: FES, 2008.
  19. Bericht von Peter Borchardt zur Tagung über “NS-Bibliothekspolitik in besetzten und annektierten Gebieten”. In Bibliotheksdienst 42, 2008. S. 1317-1320.
  20. vom 19.9.2008-25.1.2009 zeigt das Jüdische Museum Berlin eine Ausstellung zu “Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute” – außerdem Begleitbuch zur Ausstellung im Wallstein Verlag, ca. 320 S. m. vielen Abb.
  21. “Verantwortung übernehmen”, internationale Tagung zu NS-Kulturraub und Rückgabe in Deutschland. 11./12.12.2009, Berlin.
  22. “NS-Raubgut, Reichstauschstelle und Preußische Staatsbibliothek”, hrsg. von H. E. Bödeker und G.-J. Bötte. München: Saur, 2008.
  23. “Aus der Bibliothek Agathe Lasch” von S. Kobold und M. Harbeck. Berlin, 2008 (Schriftenreihe der UB der Humboldt-Universität; 63)
  24. “Als Partisanin in Wilna. Erinnerungen an den jüdischen Widerstand in Litauen” von Rachel Margolis. Frankfurt/Main: Fischer, 2008.
  25. “Rückkehr nach Zürich: Die Bayerische Staatsbibliothek gibt 75 Bände aus der Privabibliothek Thomas Manns, die 1933 von den Nationalsozialisten geraubt wurden, an das Thomas-Mann-Archiv in Zürich zurück.” In: TAZ, 13.11.2008
  26. “Worte aus einer zerstörten Welt. Das Ghetto in Wilna” von Gudrun Schroeter. Dissertation 2007 der FU Berlin. ISBN 978-3-86110-448-3
  27. “Von Posen bis Enschede: Göttinger Uni-Bibliothek mit NS-‘Beuteliteratur'” in Frankfurter Rundschau 19.5.2008 S. 22
  28. Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte: Vom 25.-27.03.2008 veranstalteten die Universitätsbibliothek Wien und die Wienbibliothek im Rathaus in Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Gesellschaft für Buchforschung in Österreich die Tagung.
    Publikation dazu “Bibliotheken in der NS-Zeit: Provenienzforschung
    und Bibliotheksgeschichte.” Stefan Alker (Hrsg.) Göttingen: V&R unipress, 2008. ISBN 978-3-89971-450-0
    “Bibliotheken in der NS-Zeit” zum Thema Bücherraub und zur aktuellen Provenienzforschung, sowie zu bibliothekshistorischen Aspekten der Zeit.
  29. Drittes Hannoversches Symposium: NS-Raubgut in Bibliotheken 2007. Suche. Ergebnisse. Perspektiven. 8. und 9. November 2007. Kongressband hrsg. von Regine Dehnel. Frankfurt: Klostermann, 2008.
  30. Displaced Books: NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg [PDF]”.Eine Übersicht von Ragnhild Rabius.
  31. “Wir verdanken es allein den Polen” von P. Zahn. In FAZ, 20.12.2007.
  32. Schreiben vom 25.9.2007 von Akribie an die Staatsbibliothek zu Berlin mit der Bitte den Begriff “Beutekunst” im Zusammenhang mit den sog. ‘Berlinka’-Beständen in Krakau nicht zu verwenden. Keine Antwort erhalten.
  33. “Die Lust an der Provokation: Tono Eitel, ehemaliger Diplomat und heute Unterhändler in Sachen Kulturgüter, fordert die Rückgabe angeblicher “Beutekunst” von Polen. Aber: Polen hat nie Kriegsbeute gemacht” In taz, 23.8.2007
  34. “Die Suche nach NS-Raubgut in Bibliotheken: Recherchestand, Probleme, Lösungswege. Hrsg. von Bernd Reifenberg. Marburg, 2006. Schriften der Universitätsbibliothek Marburg, 126.
  35. Ausstellung “Displaced Books: NS-Raubgut in der Universitätsbibliothek Marburg”, 11.11.2005-25.2.2006. Die Ausstellung wurde im Rahmen eines Forschungsseminars mit Studierenden der Geschichtswissenschaften realisiert.
  36. Rezension zum Buch
  37. “Die Geschichte der ÖNB in der NS-Zeit” von M. G. Hall und C. Köstner. Böhlau, 2006.
  38. “Berlin: Staatsbibliothek und Max-Planck-Institut für Geschichte starten Projekt ‘Beschlagnahmte Bücher'” In Bibliotheksdienst 2006, Heft 7, S.913-914.
  39. Workshop “Raubgut in Berliner Bibliotheken”, 12. Juni 2006. Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Tagungsband erschienen. Berlin: ZLB 2007. 63 S.
  40. Jürgen Babendreier: “Erinnern, nicht bewältigen” In: akmb-news 11 (2005), H. 2, S. 52-54
  41. “Jüdischer Buchbesitz als Raubgut. Zweites Hannoversches Symposium”, 10./11. Mai 2005, Hannover, Tagungsband hrsg. von Regine Dehnel, 2005. 436 S. ISBN 3-465-03442-2
  42. “Auf den Spuren der Eigentümer. Erwerb und Rückgabe von Büchern jüdischer Eigentümer am Beispiel Bremen”. Thomas Elsmann (Hrsg.) Bremen: SuUB 2004, 107 S.
  43. AKMB-news Heft 3, 2004. Schwerpunktheft zu “Provienzforschung, Restitution und Beutekunst” mit Beiträgen von Christian Mertens, Angela Graf, Jürgen Babendreier, Manfred Komorowski, Werner Schroeder u. a.
  44. “Kombination und Kriminalistik” von Ragnhild Rabius. In Bibliotheksdient, 38, 2004, Heft 1
  45. “Durch Raub bereichert”. Die Nationalbibliothek [in Wien] stellte sich auf exemplarische Weise einem “dunklen Kapitel” – und legt nun einen Bericht über 25.506 Erwerbungen aus der NS-Zeit vor; die als bedenklich gelten und restituiert werden könnten” von Thomas Trenkler. In Der Standard, 20.12.2003, S. 25
  46. Sven Kuttner: Geraubte Bücher. Jüdische Provenienzen im Restbestand der Bibliothek der “Forschungsabteilung Judenfrage” in der UB München. In: Bibliotheksdienst 37, 2003, S.1059-1065
  47. AKMB-news, mehrere Artikel und Berichte in den Ausgaben 2002 und 2003
  48. Angela Graf: “Niemand weiß, wie lang er es hat, was er ruhig besitzet”
  49. , Weimar als Schauplatz einer Tagung zur deutschen Provienzforschung. In Bibliotheksdienst, 37, 2003, Heft 10
  50. Veronica Albrink: “Die Suche nach NS-verfolgungsbedingt entzogenen Büchern. Eine andere Art der “Bestandsrevision””. In Information, Wissenschaft & Praxis, 54, 2003, S.221-228
  51. S. Kuttner. In Bibliotheksdienst 2003, Heft 8
  52. S. Koldehoff: “Wem gehört Noldes Garten? Eine neue Kommission soll die umstrittesten Fälle von NS-Raubkunst lösen”. In Die Zeit, 10.07.2003, S.33
  53. Hannoverscher Appell [PDF], Symposium: Jüdischer Buchbesitz als Beutegut, 14.11.2002 in Hannover
  54. Bericht zum Symposium s. Bibliotheksdienst 37, 2003, H. 1
  55. Braune Erblast in den Bücherregalen: Das “Historicum” der Ludwig-Maximilians-Universität und die Staatsbibliothek fahnden nach jüdischem Besitz von Elisabeth Höfl-Hielscher. In Süddeutsche Zeitung, Nr. 21, 25.01.2002, S. 42 und der zitierte Rundbrief des “Freundeskreis des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur”, Nr. 3, Okt. 2001. e-Mail: epwieckenberg(a)aol.com
  56. Manuskript von Jürgen Babendreier [PDF] über eine Bücherrückgabe: Einmal Bremen, Berlin, Washington und zurück
  57. “Irrungen, Wirrungen” in der TAZ, 06.03.2002, S.16
  58. Displaced Books and Lost Art von Laura Held. In AKMB-News 7, 2001, Nr. 3
  59. Veronica Albrink: “Die Suche nach beschlagnahmten Büchern: Untersuchung im Zusammenhang mit der Handreichung 2001 …”, Hausarbeit, FH Köln, Köln 2001
  60. Eine Marburger Bücherrückgabe von Dirk Barth. In Bibliotheksdienst, 35, 2001, Heft 10
  61. Margret Lemberg: Verboten und nicht verbrannt (Schriften der Universitätsbibliothek Marburg , 110). 2 Bände. ISBN 3-8185-0339-7
  62. “Lesestoff aus dem Giftschrank” in: Express, Marburger Magazin, 19, 2001, Nr. 32 (10.8.2001), S. 6 f.
  63. Artikel und Reaktionen in der TAZ, 20.6.01
  64. Schwäbisches Tagblatt, 22.5.01: Universität Tübingen gibt Geschenk der Gestapo zurück – rund 900 Bände aus der Privatbibliothek des Mediziners Dr. Cäsar Hirsch nach Kalifornien
  65. Rückzahlungsansprüche der Finanzbehörde an die Erben, s. Schwäbisches Tagblatt, 7.2.2003
  66. Rückgabe nach Gutdünken im Spiegel, 24.04.01
  67. “Displaced books – Bücherrückgabe aus zweierlei Sicht” – Beiträge und Materialien zur Bestandsgeschichte deutscher Bibliotheken im Kontext von NS-Zeit und Krieg
  68. “Die Schwierigkeit im Umgang mit den während der NS-Zeit geraubten Kulturgütern”. Ein zusammenfassender Bericht über den derzeitigen Stand der Suche und Rückgabe von Kulturgütern und Literatur, die während der NS-Zeit insbesondere aus jüdischem Besitz enteignet wurden – insbesondere bezogen auf die deutschen Bibliotheken. Von Norbert Cobabus in: PRO (Hrsg. von Die Deutsche Bibliothek – Gesamtpersonalrat …), Leipzig. Nr. 79 [14. Juli 2001] / 2001, Nr. 2, S. 30 -33).
  69. “The Holocaust and the book: destruction and preservation” von Jonathan Rose (Hrsg.), in der Reihe: Studies in print culture and the history of the book, 4 Bände, ISBN 1-55849-253-4enthält u. a.: The Library in the Vilna Ghetto von Dina Abramowicz; Library and Reading Room in the Vilna Ghetto, Strashun Street 6 von Herman Kruk
  70. Handreichung zur Umsetzung der “Erklärung der Bundesregierung … zur Auffindung und Rückgabe NS-verffolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesonders aus jüdischem Besitz”, Febr. 2001

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