Kritische Bibliothek
Berliner Bibliotheksentwicklungsplan vor der Veröffentlichung

Am 13.September 2018 hat das Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen, dass Berlin einen Bibliotheksentwicklungsplan (BEPL) braucht. Sein Ziel ist es, die Berliner öffentlichen Bibliotheken den Erfordernissen und Bedürfnissen einer wachsenden, äußerst diversen und vielfältigen Stadt anzupassen und weiterzuentwickeln.
Gemeinsam mit den fachlichen und politischen VertreterInnen der Bezirke, der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), der Senats-Kulturverwaltung und den sogenannten zivilgesellschaftlichen Stakeholdern (darunter nur zwei VertreterInnen einer unabhängigen Bürgerinitiative) wurden seit April 2019 heutige und künftige Aufgaben der öffentlichen Bibliotheken diskutiert und für deren Umsetzung nach dafür geeigneten Standards und Maßnahmen gesucht.
Nach Kappung eigentlich vorgesehener Beteiligungsformate infolge der Covid 19-Pandemie (Wegfall der abschließenden Sitzung einer projektbegleitenden Kommission und der 2. Statuskonferenz mit einem größeren Kreis von Stakeholdern) legte die Beratungsgruppe Bibliotheksentwicklung Berlin (Fa. Hammerbacher & Co) Ende April 2020 den Entwurf eines Rahmenkonzepts für den BEPL vor, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Dieses Rahmenkonzept wurde im Mai/Juni 2020 redaktionell und inhaltlich  vom Steuerungsausschuss bearbeitet (ein 7köpfiges Gremium, das ausschließlich aus Abgesandten der Senatskulturverwaltung, der BezirksstadträtInnen und bezirklichen FachbereichssleiterInnen besteht und dem Direktor der ZLB). Bis Ende Juli will der Steuerungsausschuss eine „konsolidierte“ Fassung des Entwurfs an den Senator für Kultur und Europa (Lederer) übergeben. Parallel zu den dann erfolgenden senatsinternen Abstimmungen dürfen auch interessierte BürgerInnen ab Anfang August einen Blick auf den Entwurf werfen und einen Kommentar dazu abgeben (unter: www.mein.berlin.de).
Als Frist für die Abgabe des BEPL an das Abgeordnetenhaus von Berlin gilt weiterhin der 30.8.2020, aber corona-bedingt wird es voraussichtlich nur einen Zwischenbericht des Senats zum 30.8.2020 geben und es bleibt offen, wann sich das Abgeordnetenhaus tatsächlich mit einem Bibliothekskonzept für Berlin beschäftigen wird, „wohl eher später im Jahr“, wie eine maßgebliche Referentin für das Bibliotheks- und Archivwesen andeutet.



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